Coronavirus COVID-19

Der derzeitige Informationsfluss seitens diverser Ämter zum Thema Corona-Kurzarbeit gleicht regelrecht einem Jahrhunderthochwasser, ähnlich dem in 2006. Wir verstehen daher, dass viele von Ihnen nicht mehr durchblicken und auch wir kämpfen jeden Tag mit den Neuigkeiten.

Daher versuchen wir hier den aktuellen Stand (07.12.2020) so verständlich wie möglich zusammenzufassen:

Härtefallfonds Phase 2

Unter folgenden Voraussetzungen, können Unternehmen der Härtefallfonds benantragen:

  • die laufenden Kosten können nicht mehr gedecken werden oder
  • im Betrachtungszeitraum besteht zumindest überwiegend ein behördlich angeordnetes Betretungsverbot oder
  • ein Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum vergleichbaren Betrachtungszeitraum des Vorjahres besteht

Weiterführende Informationen sowie Antragsstellung auf der Seite der WKO

Fixkostenzuschuss I

Der Fixkostenzuschuss I kann für bis zu drei zusammenhängende Monate im Zeitraum zwischen dem 16. März und dem 15. September 2020 beantragt werden.

 

Weitere Infos entnehmen Sie unseren steuerNEWS oder www.fixkostenzuschuss.at

 

 

Fixkostenzuschuss 800.000

Der Fixkostenzuschuss 800.000 kann in zwei Tranchen für bis zu zehn Betrachtungszeiträume zwischen dem 16.9.2020 und dem 30.6.2021 gewährt werden. Grundsätzlich müssen die Betrachtungszeiträume, für die der Fixkostenzuschuss 800.000 beantragt wird, zeitlich zusammenhängen. Allerdings können Anträge auch für zwei zeitlich getrennte Blöcke aus aufeinanderfolgenden Betrachtungszeiträumen gestellt werden.

Weitere Infos finden Sie in unseren steuerNEWS oder auf www.fixkostenzuschuss.at

 

NPO Unterstützungsfonds

Gemeinnützige Organisationen, Freiwillige Feuerwehren und gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaften können noch bis 31. Dezember 2020 eine Förderung aus dem NPO Unterstützungsfonds beantragen, sofern die Organisation vor dem 10. März 2020 gegründet wurde.
Es werden 100% der im Zeitraum 01. April bis 30. September 2020 angefallenen Kosten und ein Struktursicherungsbeitrag bezahlt.
Welche Kosten können gefördert werden?
–    Miete & Pacht
–    Wasser, Energie & Telekommunikation
–    Versicherung & Lizenzkosten
–    Vorlaufkosten für abgesagte Veranstaltungen
–    Steuerberatungskosten
–    Sonstige Zahlungsverpflichtungen (zB laufende Buchführung, Werbung…)
–    Zinsaufwendungen
–    Verderbliche und saisonale Ware (bei einem Wertverlust von mind. 50%)
–    Personalkosten von Personen, die nach dem Behinderteneinstellungsgesetz beschäftigt sind
–    COVID-19 bedingte Kosten (Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel…)

Der pauschale Struktursicherungsbeitrag beläuft sich auf 7% der Einnahmen des Jahres 2019 und soll Kosten abdecken, die nicht unter oben genannten geförderten Kosten fallen.
Details finden Sie unter www.npo-fonds.at

Kurzarbeit Phase 3

Die Kurzarbeit Phase III kann unter gewissen Voraussetzungen bis 31. März 2021 beantragt werden. Bei Fragen sowie bei der Ein- und Abrechnung unterstütz Sie unser Lohnverrechnungsteam gerne!

Anfragen telefonisch oder an lohn@steuerwehr.at

 

Umsatzersatz

Einen Umsatzersatz für den Betrachtungszeitraum November bis 6. Dezember  können Unternehmen einreichen, wenn sie direkt von den mit der COVID-19-Schutzmaßnahmen- bzw. Notmaßnahmenverordnung verordneten Einschränkungen betroffen sind und in einer direkt betroffenen Branche tätig sind

Ab 16. Dezember soll ein 50%iger Umsatzersatz für den Zeitraum 7. – 31. Dezember 2020, auf Basis des Dezember 2019 Umsatzes, beantragt werden können.

Weiterführende Informationen unter www.umsatzersatz.at

Investitionsprämie

Für Investitionen in das abnutzbare Anlagevermögen können Unternehmen aller Branchen und Größen, noch bis 28. Feburar 2021 eine 7% bzw. 14%ige Investitionsprämie beim Austria Wirtschaftsservice (AWS) beantragen. Diese Prämie ist ein steuerfreier, nicht rückzahlbarer Zuschuss und bemisst sich an den tatsächlichen Anschaffungskosten. Voraussetzung ist, dass die ersten Maßnahmen zu diesen Investitionen (Bestellung, Angebot, Anzahlung, Rechnungslegung etc.) zwischen 1. August 2020 und 28. Feburar 2021 erfolgten. Die Fertigstellung, Inbetriebnahme und Bezahlung muss bis spätestens 28. Februar 2022 abgeschlossen sein.

Besonderheiten / wichtige Zusatzinfos:

  • Untergrenze der Investitionen liegt bei € 5.000,– ohne USt (Bei dieser Untergrenze handelt es sich um die Summe aller Investitionen pro Förderungsantrag, es können somit kleinere Investitionen z.B. auch Geringwertige Wirtschaftsgüter zu einem Antrag zusammengerechnet werden.)
  • Obergrenze der Investitionen liegt bei € 50 Mio. ohne USt

Die höhere Investitionsprämie von 14% gibt es für Investitionen in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit.

Was kann nicht gefördert werden?

  • Klimaschädliche Investitionen
  • Investitionen, bei denen vor dem 01.08.2020 oder nach dem 28.02.2021 erste Maßnahmen gesetzt wurden.
  • Aktivierte Eigenleistungen
  • Leasingfinanzierte Investitionen, es sei denn, diese werden im antragstellenden Unternehmen aktiviert.
  • Kosten,
    die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition
    stehen (z.B. Privatanteile als Bestandteil der Investitionskosten).
  • Der Erwerb von Gebäuden, Gebäudeanteilen (z.B. Privatanteile als Bestandteil der Investitionskosten).
  • Der Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn diese zum Verkauf oder zur Vermietung an Private gedacht sind.
  • Unternehmensübernahmen und der Erwerb von Beteiligungen, sonstigen Geschäftsanteilen oder Firmenwerten.
  • Finanzanlagen
  • Umsatzsteuer (außer es besteht keine Vorsteuerabzugsberechtigung)

Weiterführende Informationen auf der aws-Seite

Corona Prämie

Bonuszahlungen für Mitarbeiter für ihren Einsatz während der Corona-Krise sind im Kalenderjahr 2020 bis zu
€ 3.000,– steuer- und beitragsfrei.

Für nähere Informationen wenden Sie sich an unser Lohnverrechnung unter lohn@steuerwehr.at